Erinnerungen 1950Jahre

In einem schönen Ausflugslokal arbeitete meine Mutter als Hilfe in der Küche. Es war Sonntag, ich war mit dabei und sollte mich beschäftigen, solange meine Mutter Kartoffeln schälen und spülen mußte.

Mir war langweilig.

Irgendjemand hatte den Einfall, mir eine leere Spülmittelflasche zu geben. Die konnte ich mit Wasser füllen und hatte so eine Wasserpistole. Mit dieser Pistole ging ich auf die Jagd. Ich ging in die Ställe, besuchte die Schweine, die wurden ein wenig gewaschen. Auf dem Hof ärgerte ich den Hahn, indem ich ihm nachrannte und ihn anspritzte. Auch die Hauswände wurden etwas gewässert.

Doch wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis, so sagt ein altes Sprichwort. Im Übermut spritzte ich die Hausmagd mit Wasser an. Das geschah allerdings nur einmal. Das erste und das letzte Mal. Sie nahm mir die Flasche kurzerhand weg und stellte Sie hoch oben auf ein Fenstersims, das ich nicht mal mit einem Stuhl erreichen konnte.

Nun war mir wieder langweilig.

^ nach oben